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Junge Leute gestalten mit

coole Plätze — KLAR!

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Workshop bei LehmTonErde

Am 4. Juli fand der erste Work­sh­op­tag von jung&weise statt. An diesem Vormit­tag ging es gleich um eine konkrete Aufga­ben­stel­lung: Der Gemein­de­platz von Schlins soll gestal­tet und belebt werden, und die Ideen und Vorschläge von uns jungen Leuten waren gefragt. Aus diesem Grund kamen wir, also unge­fähr 12 Kinder und Jugend­li­che aus umlie­gen­den Gemein­den, in Schlins zusam­men. Gemein­sam mit Martin Mack­o­witz, Anna Pia Rauch (Lehm­Ton­Erde), Sylvia Kink-Ehe (young­Ca­ri­tas) und Marina Fischer (KLAR Regio imWal­gau) lern­ten wir den Baustoff Lehm kennen und sammel­ten Ideen für den Gemein­de­platz in Schlins.

Begon­nen haben wir den Work­shop in der Werk­halle von Lehm­Ton­Erde, dem Unter­neh­men von Martin Rauch. Hier werden Stampf­lehm­wände für den Innen- und Außen­be­reich gefer­tigt. Anna Pia Rauch und Martin Mack­o­witz haben uns hier vieles über den Rohstoff Lehm erzählt: Lehm kommt über­all auf der Welt vor, und darum findet man auch unter­schied­lichste Lehm­bau­ten rund um den Erdball verteilt. Im Gegen­satz zu ande­ren Mate­ria­lien wie zum Beispiel Beton kann eine Stampf­lehm­wand „atmen“. Im Sommer hält die Lehm­wand darum schön kühl und wenn es kalt ist, dringt die Wärme nicht aus dem Haus.

Wer ein Beton­haus abreißt, muss mit hohen Kosten für die Entsor­gung der ganzen Mate­ria­lien rech­nen. Bei Lehm­häu­sern ist das ganz anders. Die Stampf­lehm­wände können recy­celt und für neue Häuser verwen­det werden. Und wenn nicht? – Dann vermischt sich der Lehm mit der Zeit wieder mit der umge­ben­den Erde und landet dort, wo er herkommt — in der Natur.

Nach dieser Einfüh­rung mach­ten wir uns auf den Weg ins Atelier. Wir fass­ten unsere Umge­bung genau ins Auge, analy­sier­ten sie und versuch­ten heraus­zu­fin­den, was einen „guten Platz“ — also einen Ort, an dem man sich gerne aufhält — ausmacht. Eine schmale Mauer zum Balan­cie­ren oder die Geräu­sche eines Bauern­ho­fes — viele verschie­dene Fakto­ren bestim­men, wo man gerne länger verweilt. Aus unse­ren Beob­ach­tun­gen heraus versuch­ten wir auch zu erschlie­ßen, wie man einen Ort zum Besse­ren verän­dern kann. Diesen Blick und dieses Gefühl für den Raum brauch­ten wir für unser Projekt. Wie kann man den Gemein­de­platz in Schlins so verän­dern, dass man sich gerne dort aufhält?

Grobe Skiz­zen soll­ten unsere Vorschläge und Ideen für das spätere Schaf­fen im Atelier fest­hal­ten. Wir notier­ten Geis­tes­blitze, zähl­ten Bäume und tausch­ten Ideen aus. Im Atelier von Martin Mack­o­witz gab es dann erst einmal Limo­nade und Kuchen für alle! Aber schon bald sollte es mit unse­ren Einfäl­len weiter­ge­hen. In vier Grup­pen model­lier­ten wir mit Ton, Blät­tern, Blumen und Karton. Das Spek­trum an Ideen war breit, von einfa­chen Sitz­ge­le­gen­hei­ten über begrünte Dächer bis hin zu Spring­brun­nen oder einem Dorf­café. Im Anschluss über­legte sich jedes Team einen Namen für sein Projekt und präsen­tierte das Tonmo­dell. Ganz beson­ders war es für uns, dass Martin Rauch zufäl­lig ein paar Minu­ten Zeit für uns hatte und bei unse­ren klei­nen Präsen­ta­tio­nen dabei war! Alle Entwürfe wurden zuletzt noch foto­gra­fiert und somit fest­ge­hal­ten.

Der Work­shop klang zur Mittags­zeit aus, aber das Projekt ist noch lange nicht zu Ende. Das Team von Lehm­Ton­Erde wird gemein­sam mit Martin Mack­o­witz und Anna Pia Rauch die besten Ideen aussu­chen, es verdich­ten und einen fina­len Plan erstel­len, der dann den Gemein­den vorge­legt wird.

Dieser Work­shop war auch Teil des soge­nann­ten KLAR-Projekts. Die Abkür­zung „KLAR“ steht für Klima­An­pas­sungs­Mo­dell­Re­gion. Der Projekt hat das Ziel, Gemein­den im Walgau an das sich verän­dernde Klima anzu­pas­sen. Deshalb sollen Plätze geschaf­fen werden, an denen sich die Menschen gerne drau­ßen aufhal­ten, auch wenn es im Sommer immer heißer wird — Hier kommt wieder der Lehm mit seinen Eigen­schaf­ten ins Spiel.

Bei der jung&weise-Konferenz am 9. Septem­ber 2020 werden unsere Vorschläge und Pläne präsen­tiert sowie der finale Plan vorge­stellt. Wir sind schon gespannt, was aus unse­ren Ideen entsteht!

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Was ist Lehm überhaupt?

Im Walgau wurde an vielen Orten Lehm abgebaut.

Im Walgau wurde an vielen Orten Lehm abgebaut.

Marina Fischer führt ins Projekt Klar! ein.

Praxisforschung: Wie funktioniert der öffentliche Raum?

Pia Rauch präsentiert, was mit Lehm gebaut werden kann.

Arbeitsschritte werden geplant

Entwürfe und Planung

Modelle werden angefertigt

Modelle werden angefertigt

Modelle werden angefertigt

Martin Rauch bei der Modellpräsentation

Martin Rauch bei der Modellpräsentation

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Ein Beitrag von
Vikto­ria Ganahl