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Grundlagen

Der Verein WELT DER KINDER tritt ein für eine kind­ge­rechte Gesell­schaft und für den Schutz von Kindern gegen Gewalt und Depri­va­tion in fami­liä­ren und gesell­schaft­li­chen Kontex­ten, in natio­na­len und inter­na­tio­na­len Kontex­ten, in den reichen Ländern des „Nordens“, und den armen Ländern des „Südens“.

Uns leiten inner­halb und an den Schnitt­stel­len der Kultu­ren, der Gesell­schafts­sys­teme und wirt­schaft­li­chen Prospe­ri­tä­ten, in Öster­reich und im inter­na­tio­na­len Raum folgende Grund­fra­gen:

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Was braucht ein Kind für seine Entwick­lung?

Was schützt Kinder, welche Ressour­cen, welche Risi­ko­fak­to­ren wirken in ihrem Leben, welche präven­ti­ven, fördern­den Maßnah­men stehen zur Verfü­gung?

Wie wirken sich die Erfah­run­gen von Vernach­läs­si­gung, Verstö­rung und Gewalt im Leben eines Kindes aus? (Analyse der erlit­te­nen Gewalt/​Deprivation, Metho­den des Erken­nens, Erfas­sens und Bewäl­ti­gens, Auswir­kun­gen inter­kul­tu­rel­ler Unter­schiede auf Erle­ben und Inter­pre­ta­tion erlit­te­ner Gewalt)

Welche Spra­chen haben Kinder, um ihren Erfah­run­gen Ausdruck zu verlei­hen?

Wie können von Gewalt und Depri­va­tion betrof­fene Kinder darin unter­stützt werden, einen heil­sa­men Weg für ihr zukünf­ti­ges Leben zu finden? (Behand­lung, Beglei­tung, Inte­gra­tion, Präven­tion von erneu­ter Vikti­mi­sie­rung)

In welchen Syste­men leben Kinder und welches sind die Konse­quen­zen des indi­vi­du­ell erlit­te­nen Leides für die Gemein­schaft und Gesell­schaft?

Welche Rechte haben Kinder, wie können die den Kindern ange­stamm­ten Rechte auf Leben, Schutz, Entwick­lung und Parti­zi­pa­tion garan­tiert werden?

Welche Verant­wor­tung kann und muss die Gesell­schaft über­neh­men, wie ist die Infra- und Arbeits­struk­tur der im Themen­feld arbei­ten­den Orga­ni­sa­tio­nen opti­mal zu gestal­ten?

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Um eine möglichst breite Wirkung zu zeiti­gen, um eine wach­sende Lobby für Kinder zu errei­chen, fördern wir insbe­son­dere den inhalt­li­chen und persön­li­chen Austausch zwischen den Mitglie­dern von natio­na­len und inter­na­tio­na­len Einrich­tun­gen und Insti­tu­tio­nen, die sich in diesem Themen­feld posi­tio­nie­ren.

Beson­dere Berück­sich­ti­gung findet hier­bei die Förde­rung der inter- bzw. multi­dis­zi­pli­nä­ren und einer inter­kul­tu­rel­len Kommu­ni­ka­tion: Erfah­rung und Wissen von Exper­tIn­nen aus verschie­de­nen Kultu­ren und Profes­sio­nen werden zuein­an­der in Kontakt gebracht und einer brei­te­ren Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht, ein Forum wird eröff­net, das der Vernet­zung von Orga­ni­sa­tio­nen im Sinne einer gemein­sa­men Forschung, Kommu­ni­ka­tion und Weiter­ent­wick­lung dient.

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Schwerpunkte

Unsere Akti­vi­tä­ten konzen­trie­ren sich im Lichte dieser Ausfüh­run­gen auf sechs Schwer­punkt­be­rei­che:

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Sympo­sium Kind­heit und Trauma / Kind­heit und Gesell­schaft / Kind­heit, Jugend und Gesell­schaft
Die Veran­stal­tung des Sympo­si­ums zu oben genann­ten Themen und deren Weiter­ent­wick­lung in inter­dis­zi­pli­nä­ren und inter­kul­tu­rel­len Diskur­sen.

Infor­ma­ti­ons­aus­tausch, persön­li­cher Erfah­rungs­aus­tausch, wissen­schaft­li­cher Diskurs im Rahmen der länger­fris­tig ange­leg­ten Part­ner­schaf­ten, Fort­bil­dung von Fach­leu­ten im Sinne der Errei­chung einer größe­ren Effi­zi­enz beim Erken­nen, Erfas­sen und Bewäl­ti­gen der Auswir­kun­gen stören­der, zerstö­ren­der Einflüsse.

Platt­form für eine kind­ge­rechte Gesell­schaft in Vorarl­berg:
Grund­la­gen­ar­beit, Kinder­be­tei­li­gungs­pro­jekte, Eltern­bil­dung, Fach­ta­gun­gen „Leben mit Kindern“, Akti­ons­wo­chen mit Kindern

Bildungs­ar­beit, Öffent­lich­keits­ar­beit, Ausstel­lungs­tä­tig­keit:
Sensi­bi­li­sie­rung einer brei­ten Öffent­lich­keit für die genann­ten Themen.
z.B. Kids Guer­nica in Vorarl­berg (2003)

Aufar­bei­tung der Themen für Audio­vi­su­elle Medien:
Doku­men­tar­film „Kind­heit und Gewalt“ (2000 — 2006), Film von/​mit Kindern „Kinder(t)räume — Visio­nen für die Gegen­wart“ (2005 — 2010)

Teil­habe an Projek­ten, die aktiv und thera­peu­tisch mit gewalt­t­rau­ma­ti­sier­ten Kindern arbei­ten (Koope­ra­tion mit huma­ni­tä­ren Orga­ni­sa­tio­nen im natio­na­len und inter­na­tio­na­len Raum)

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»Das Kind, Kindsein, Kindheit.
Das Dasein eines Kindes.

Die Wahrnehmung von Daseinsformen,
die sich von unserer eigenen gegenwärtigen unterscheiden,
wesenhafte Daseinsformen in Gestalt und Erscheinung von Kindern.

Aber auch unser Dasein als Kinder.
Wir selbst als Kinder, unsere Entwicklung,
das Wirken unserer eigenen Kindheit in unserem jetzigen Leben.

Kindsein, ein Reich der Möglichkeiten,
eine wundersame Daseinsform,
die in ihrem Ausgang wundersam ist
und in ihrer Entwicklung wundersam bleibt.

Der Keim des Lebens, der in der Kindheit liegt,
In den beginnenden lebenden und lebendigen Jahren seiner Existenz.

Jegliche personale und jegliche soziale Wirklichkeit
und Verwirklichung ist als Keim in diese Zeit gelegt,
die so verwundbar ist.

Veränderungen, Verbesserungen einer individuellen Existenz
und sozialer, gesellschaftlicher Wirklichkeiten
gelingen nur im Schutz und in der Fürsorge für diese Zeit,
für diese besonders verwundbare Zeit.

Möge es uns gemeinsam, gemeinsam mit Ihnen, gelingen,
Kindern Schutz und Fürsorge zu ermöglichen.«

Dr. Gerhard König | Obmann WdK (In der Eröffnungsrede zum Symposium Kindheit und Trauma I, Oktober 2000)